Start / Begriffe

Begriffe erklärt

Das Glossar zu Weichen und Weichenantrieben – zum Nachschlagen, alphabetisch je Themenbereich.

Die Weiche

Abzweigwinkel
Der Winkel, in dem der abzweigende Strang die Weiche verlässt. Kleine Winkel ergeben lange, schlanke Weichen.
Außenbogenweiche
Bogenweiche, deren zweiter Strang zur Außenseite des Bogens abzweigt.
Backenschiene
Die äußere, durchgehende Schiene einer Weiche. An ihr liegt in der jeweiligen Stellung eine der Zungen an.
Bogenweiche
Weiche, bei der beide Stränge im Bogen liegen – als Innen- oder Außenbogenweiche.
DKW
Doppelte Kreuzungsweiche: eine Kreuzung, auf der Züge auf beiden Seiten das Gleis wechseln können.
Dreiwegweiche
Weiche mit drei Fahrwegen: geradeaus, links und rechts. Sie hat zwei Zungenpaare.
EKW
Einfache Kreuzungsweiche: eine Kreuzung mit Gleiswechsel auf nur einer Seite.
Flügelschiene
Schienenstück beiderseits der Herzstückspitze. Es trägt das Rad über die Lücke im Herzstück.
Handweiche
Weiche ohne elektrischen Antrieb, die mit einem Stellhebel direkt an der Weiche gestellt wird.
Herzstück
Die Stelle, an der sich die inneren Schienen beider Fahrwege kreuzen. Es ist entweder isoliert oder leitend und dann zu polarisieren.
Herzstückpolarisierung
Umschalten der Polarität eines leitenden Herzstücks passend zur Weichenlage, meist über einen Kontakt am Antrieb.
Innenbogenweiche
Bogenweiche, deren zweiter Strang zur Innenseite des Bogens abzweigt.
Kreuzung
Zwei Gleise kreuzen sich ohne Möglichkeit zum Gleiswechsel. Eine Kreuzung hat keine Zungen und braucht keinen Antrieb.
Radlenker
Kurze Führungsschiene gegenüber dem Herzstück. Sie führt den Radsatz, während das andere Rad die Herzstücklücke überquert.
Stellschwelle
Auch Stellstange: verbindet die beiden Zungen. An ihr greift der Antrieb an.
Stoppweiche
Weiche, die das nicht gestellte Gleis stromlos schaltet. Ein Zug auf dem abgeschalteten Gleis bleibt stehen, bis die Weiche für ihn gestellt wird.
Weichenlaterne
Signal an der Weiche, das deren Stellung anzeigt. Im Modell gibt es sie als Attrappe oder beleuchtet und mit dem Antrieb gekoppelt.
Weichenstraße
Folge mehrerer Weichen hintereinander, zum Beispiel in einer Bahnhofseinfahrt.
Y-Weiche
Symmetrische Weiche, deren Stränge im gleichen Winkel nach links und rechts abzweigen.
Zunge
Bewegliche Schiene der Weiche. Die beiden Zungen lenken die Räder in den geraden oder den abzweigenden Fahrweg.
Zungenvorrichtung
Der vordere Teil der Weiche mit Backenschienen, Zungen und Stellschwelle – der Bereich, in dem die Fahrtrichtung festgelegt wird.

Der Antrieb

Bettungsantrieb
Antrieb, der in den Hohlraum der Gleisbettung eingesetzt wird und von außen nicht zu sehen ist.
Doppelspulenantrieb
Antrieb mit zwei Spulen, die einen Eisenkern schlagartig in eine der beiden Endlagen ziehen. Auch Magnetantrieb genannt.
Endabschaltung
Kontakte, die den Strom unterbrechen, sobald der Antrieb seine Endlage erreicht hat. Sie schützen Spulen vor Dauerstrom.
Handantrieb
Stellhebel an der Weiche, der die Zungen von Hand umlegt und in ihrer Lage hält.
Magnetartikel
Sammelbegriff für Zubehör, das mit Spulen geschaltet wird – neben Weichen zum Beispiel Formsignale und Entkupplungsgleise.
Motorischer Antrieb
Antrieb mit Elektromotor und Getriebe, der die Zungen langsam bewegt.
Oberflur
Einbau des Antriebs auf der Anlagenplatte neben der Weiche.
Servoantrieb
Antrieb mit einem Modellbau-Servo, der über eine Servo-Elektronik oder einen Servodecoder gesteuert wird.
Stelldraht
Draht, der die Bewegung eines Unterflurantriebs durch die Anlagenplatte auf die Stellschwelle überträgt.
Stellweg
Der Weg, den die Stellschwelle zwischen beiden Endlagen zurücklegt.
Umschaltkontakt
Kontakt am Antrieb, der mit der Weiche umschaltet. Er dient der Herzstückpolarisierung oder der Rückmeldung.
Unterflur
Einbau des Antriebs unter der Anlagenplatte, von oben unsichtbar.

Die Ansteuerung

DCC
Weit verbreitetes, herstellerübergreifendes Datenformat für die digitale Modellbahnsteuerung.
Diodenmatrix
Schaltung aus Dioden, mit der ein Taster mehrere Weichen zugleich stellt – die analoge Lösung für Fahrstraßen.
Fahrstraße
Der gesicherte Weg eines Zuges über mehrere Weichen. Eine Fahrstraße stellt alle beteiligten Weichen mit einem Befehl.
Mittelleiter
Stromsystem, bei dem der Fahrstrom über Kontakte in der Gleismitte zugeführt wird. Beide Schienen haben dieselbe Polarität.
Momentkontakt
Kontakt, der nur so lange schließt, wie die Taste gedrückt wird. Er liefert den kurzen Impuls für Doppelspulenantriebe.
Motorola-Format
Datenformat der digitalen Märklin-Steuerung, oft mit MM abgekürzt.
Rückmeldung
Meldung der tatsächlichen Weichenlage an Stellpult oder Zentrale über Kontakte am Antrieb.
Servodecoder
Decoder mit Ausgängen für Servos. Endlagen und Stellgeschwindigkeit werden am Decoder eingestellt.
Stellpult
Bedienfeld mit Tastern oder Schaltern, von dem aus Weichen und Signale gestellt werden – oft als Gleisbild aufgebaut.
Weichendecoder
Auch Zubehör- oder Schaltdecoder: empfängt die Schaltbefehle der Zentrale und stellt den Antrieb.
Zweileiter
Stromsystem, bei dem die beiden Schienen die zwei Pole des Fahrstroms führen. Leitende Herzstücke müssen hier polarisiert werden.